Der "Jennerwein Girgl", wie er allgemein genannt wurde, war Holzarbeiter rund um den Schliersee herum. Er war ein guter Zitherspieler, Gstanzlsänger, Schuhplattler - und vor allem war er ein guter Schütze.
Ein stolzer Schütz in seinen schönsten Jahren,
Er wurde weggeputzt von dieser Erd,
Man fand ihn erst am neunten Tage
bei Tegernsee am Peißenberg.
Einige seiner Zeitgenossen bezeichneten ihn aber auch als Weiberhelden, Raufbold und Wirtshausbruder, der öfter auf dem Tanzboden anzutreffen war, als bei einer geregelten Arbeit. Jeder wusste, dass Jennerwein ein Wildschütz war, aber beweisen konnte es ihm keiner. Die Mädchen sahen in ihm einen schneidigen und mutigen Burschen, der sich von niemandem unterdrücken ließ. Der Girgl hatte graue Augen und einen verwegen schiefsitzenden Schneidezahn.
Der "Hennerer" war seine Stammwirtschaft, aber er besuchte auch gerne alle anderen Wirtschaften in der Schlierseer Gegend. Seine bevorzugten Freundinnen waren die Kellnerin "Rosl", die beim Hennerer bediente, und die Sennerin "Agathe" von der Baumgarten-Alm die auch die Mutter seiner Tochter Rosl wurde.
Am 6. Nov. 1877 wurde er laut Gerichtsakten von seinem früheren Freund Johann Josef Pföderl auf einer Waldlichtung am Peißenberg erschossen. Seine Leiche fand man erst am 14. November.
Quelle: schliersee.de
Darsteller:
Dennerlein, Holzknecht
Franz Schmidl jun.
Röderl, Revier-Jäger
Christian Vorwallner
Nepomuck Hupfauf, Gastwirt
Roman Schober
Steff, Küchenhilfe
Maria Müller
Agerl, Mädchen aus der Stadt
Andrea Fürthner
Kropflechnerin, Köchin
Hildegard Anzenberger
Regie: Klaus Mitterer
Souffleuse: Hildegard Mitterer

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